Die Schweizerische Gesellschaft für Arbeits- und Organisationspsychologie verpflichtet sich zur Unterstützung der Forschung im Bereich Arbeits- und Organisationspsychologie. Das tun wir zum einen durch die Vergabe des alle zwei Jahre stattfindenden Masterarbeitspreises für inhaltlich und methodisch besonders gelungene Masterarbeiten aus Schweizer Hochschulen. Zum anderen unterstützen wir Forschungs- und Studienarbeiten, indem wir Zugang zu unseren Mitgliedern als Experten, Versuchs- oder Befragungsteilnehmende gewähren. Diese Arbeiten sollten für unsere Mitglieder gleichzeitig relevant und/oder von einem hohen wissenschaftlichen Wert sein.

Kriterien für die Unterstützung von Forschungsarbeiten durch die sgaop

Wir möchten die Qualität der Anfragen, die an unsere Mitglieder herangetragen werden, gewährleisten und gleichzeitig eine hohe Teilnahme von Personen bei unterstützten Arbeiten sicherstellen. Zudem ist es uns ein Anliegen, unsere Mitglieder vor einer Häufung an Forschungsumfragen zu schützen. Dazu haben wir eine Reihe von Kriterien für die Unterstützung von Forschungs- und Studienarbeiten durch die sgaop festgelegt.

  1. Die sgaop unterstützt pro Kalenderjahr bis zu zwei Studien- oder Forschungsarbeiten, indem sie Studierenden oder Forschenden Zugang zu ihrer Mitgliederbasis als Experten oder als Versuchs- oder Befragungsteilnehmende ermöglicht.
  1. Die sgaop unterstützt wissenschaftliche Qualifikationsarbeiten (Bachelor oder Master) sowie Arbeiten von hauptberuflich forschenden Personen aus dem Bereich Arbeits- und Organisationspsychologie. Studierende müssen dazu die ausserordentliche Relevanz des Forschungsthemas für die sgaop und deren Mitglieder plausibel begründen. Diese Relevanz ist gegeben, wenn sich die Fragestellung explizit auf die Arbeit von psychologischen Berufsverbänden bezieht oder Fragestellungen thematisiert, die auch die sgaop aktuell bearbeitet.
        • Zusatz: Für hauptberuflich Forschende ist der Nachweis einer Relevanz zu Verbandsthemen förderlich, aber nicht zwingend nötig.
  1. Folgende formalen Kriterien sind für eine Unterstützung einer Forschungsarbeit durch die sgaop durch die Forschenden zu erfüllen:
        • Versand von Anfragen an die Mitglieder läuft nicht direkt, sondern über die Geschäftsstelle der sgaop. Interessierte Mitglieder setzen sich im Anschluss mit der/den Forschende(n) in Kontakt.
        • Alle an die Mitglieder gerichteten Inhalte (Anfragen, Fragebogen, Forschungsberichte, usw.) werden vor der Veröffentlichung auf der sgaop- Webseite durch den Vorstand gesichtet und für die Veröffentlichung freigegeben.
        • Der/die Forschende(n) verpflichten sich den Vorstand der sgaop in regelmässigen Abständen (alle 2 Monate) über den aktuellen Stand der Forschungsarbeit zu informieren und ein Handout mit einer Zusammenstellung der Resultate ihrer Befunde zu erstellen, das den Mitgliedern zur Verfügung gestellt werden kann. Auf Anfrage durch den Vorstand der sgaop ist/sind der/die Forschende(n) bereit, die Hauptbefunde ihrer Untersuchung in einer kurzen Präsentation in einer Versammlung der sgaop vorzustellen.
        • Weitere Kontaktnahmen zu den Mitgliedern sind nach Abschluss der durch die sgaop unterstützten Forschungsarbeit ohne Einwilligung für weitere Kontaktnahmen durch die einzelnen Mitglieder zu unterlassen.
        • Der/die Forschende(n) verpflichten sich dazu, jegliche kommerzielle Bestrebungen im Kontakt mit den sgaop-Mitgliedern zu unterlassen (zum Beispiel Versand von Werbeinhalten).
  1. Folgende inhaltliche Kriterien sind für eine Unterstützung einer Forschungsarbeit durch die sgaop durch die Forschenden zu erfüllen:
        • Die gewählte Forschungsfrage kann klar in den Bereich Arbeits- und Organisationspsychologie eingeordnet werden.
        • Falls das Forschungsvorhaben eine Kontaktnahme mit Mitgliedern der sgaop vorsieht, sollten der/die Forschende(n) plausibel begründen können, warum explizit die Mitglieder der sgaop als Experten, Versuchs- oder Befragungsteilnehmende kontaktiert werden sollen.
        • Die Fragestellung der Forschungsarbeit ist in den aktuellen empirischen und theoretischen Rahmen eingebettet – d.h., der/die Forschende(n) können nachweisen, dass ihre Forschungsfrage in einen kohärenten Forschungskontext eingebettet ist und sie sich mit den Grundlagen der entsprechenden Literatur auskennen.
        • Aus den Ergebnissen der Forschungsarbeit werden konkrete Handlungsmöglichkeiten für die Praxis abgeleitet (praktische Implikationen).

Diese Kriterien sind ab 1.10.2016 und bis Widerruf oder Anpassung gültig.